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BMI berechnen: Was der Body Mass Index wirklich aussagt

25. März 2026·8 min Lesezeit

Der Body Mass Index (BMI) ist die weltweit am häufigsten verwendete Kennzahl zur Einschätzung des Körpergewichts. Ob beim Arztbesuch, in der Ernährungsberatung oder im Fitness-Studio — überall wird der BMI herangezogen. Doch was sagt er wirklich aus? Und wo liegen seine Grenzen?

In diesem Artikel erfährst du, wie du deinen BMI berechnen kannst, was die WHO-Klassifikation bedeutet, und warum der BMI allein nicht ausreicht, um deine Gesundheit zu beurteilen.

Was ist der BMI?

Der Body Mass Index wurde 1832 vom belgischen Mathematiker Adolphe Quetelet entwickelt. Ursprünglich als statistisches Werkzeug für Bevölkerungsstudien gedacht, wurde er in den 1970er Jahren von Ernährungswissenschaftlern als einfache Methode zur Gewichtsklassifikation übernommen.

Die BMI-Formel lautet:

BMI = Körpergewicht (kg) ÷ Körpergröße (m)²

Beispiel: Eine Person mit 75 kg Gewicht und 1,75 m Größe hat einen BMI von 75 ÷ (1,75 × 1,75) = 24,5.

BMI Tabelle: WHO-Klassifikation

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt den BMI in folgende Kategorien ein:

KategorieBMIGesundheitsrisiko
Untergewicht< 18,5Erhöht
Normalgewicht18,5 – 24,9Gering
Übergewicht (Präadipositas)25,0 – 29,9Leicht erhöht
Adipositas Grad I30,0 – 34,9Erhöht
Adipositas Grad II35,0 – 39,9Hoch
Adipositas Grad III≥ 40,0Sehr hoch

BMI berechnen: Schritt für Schritt

1

Gewicht in Kilogramm notieren. Wiege dich morgens nüchtern für das genaueste Ergebnis.

2

Körpergröße in Metern messen. Beispiel: 175 cm = 1,75 m.

3

Größe quadrieren. 1,75 × 1,75 = 3,0625.

4

Gewicht durch das Ergebnis teilen. 75 ÷ 3,0625 = 24,5.

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Grenzen des BMI

Trotz seiner Verbreitung hat der BMI erhebliche Einschränkungen:

Muskelmasse wird nicht berücksichtigt

Muskulöse Sportler haben oft einen BMI im Bereich „Übergewicht", obwohl ihr Körperfettanteil sehr niedrig ist. Ein Bodybuilder mit 100 kg bei 1,80 m hat einen BMI von 30,9 — laut Tabelle „adipös".

Alter und Geschlecht fehlen

Der BMI unterscheidet nicht zwischen Männern und Frauen, obwohl Frauen von Natur aus einen höheren Körperfettanteil haben. Auch das Alter spielt keine Rolle — ältere Menschen haben typischerweise einen höheren Fettanteil bei gleichem BMI.

Fettverteilung bleibt unsichtbar

Bauchfett (viszerales Fett) ist deutlich gefährlicher als Fett an Hüften und Oberschenkeln. Der BMI sagt nichts darüber aus, wo das Fett sitzt — ein entscheidender Faktor für das Gesundheitsrisiko.

Fazit

Der BMI ist ein nützlicher erster Anhaltspunkt, aber kein vollständiges Bild deiner Gesundheit. Er eignet sich gut für eine schnelle Einordnung, sollte aber immer zusammen mit anderen Kennzahlen betrachtet werden.

Nutze unseren BMI-Rechner als Ausgangspunkt und ergänze das Ergebnis mit dem Körperfettanteil und deinem täglichen Energieverbrauch für ein umfassendes Bild.