← Alle Rechner

PCOS-Symptome-Rechner

Symptom-Screening nach den Rotterdam-Kriterien — als Vorbereitung für das Gespräch mit deiner Gynäkologin.

Zyklus & Eisprung

Unregelmäßige Zyklen (länger als 35 oder kürzer als 21 Tage)
Ausgebliebene Perioden (3 oder mehr in Folge)

Hyperandrogene Zeichen

Vermehrte Körperbehaarung (Hirsutismus, z. B. Gesicht, Brust, Bauch)
Hartnäckige Akne (Gesicht, Brust, Rücken)
Haarausfall am Kopf (androgene Alopezie)

Stoffwechsel & weitere Hinweise

Gewichtszunahme oder Bauchfett trotz unverändertem Lebensstil
Dunkle Hautstellen in Hautfalten (Acanthosis nigricans)
Unerfüllter Kinderwunsch über 12 Monate
PCOS oder Typ-2-Diabetes in der nahen Familie

Anzeige

Gesundheit optimieren? Die besten Tools und Produkte im Vergleich.

Jetzt entdecken

Rotterdam-Kriterien (2 von 3 für PCOS-Diagnose)

  • 1. Zyklusstörung (Oligo- oder Anovulation)
  • 2. Hyperandrogenismus (klinisch oder laborchemisch)
  • 3. Polyzystische Ovarien im Ultraschall

    Punkt 3 wird per Ultraschall ärztlich beurteilt — dieser Rechner kann die Bildgebung nicht ersetzen.

So funktioniert's

Der Rechner orientiert sich an den Rotterdam-Kriterien (ESHRE/ASRM 2003): Für eine PCOS-Diagnose sind 2 von 3 Kriterien nötig — Zyklusstörung, klinischer oder laborchemischer Hyperandrogenismus und polyzystische Ovarien im Ultraschall. Aus deinen Eingaben werden die ersten beiden Kriterien geschätzt; der Ultraschall bleibt der Ärztin/dem Arzt vorbehalten. Begleitsymptome (Akanthosis, Übergewicht, Fertilitätsprobleme, Familienanamnese) erhöhen den Verdachtsscore. Das Ergebnis ist eine Orientierung — keine Diagnose.

Dieser Rechner ersetzt keine ärztliche Abklärung. Bei Verdacht auf PCOS bitte Gynäkologin oder Endokrinologie aufsuchen — oft sind Therapie oder Lebensstilmaßnahmen sehr wirksam.

Häufige Fragen

Was ist PCOS?+
Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine hormonelle Störung mit erhöhten Androgenen, Zyklusstörungen und häufig polyzystischen Eierstöcken. Es ist die häufigste Hormonstörung bei Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter — etwa 5–10 % sind betroffen.
Was sind die Rotterdam-Kriterien?+
Die Rotterdam-Kriterien (ESHRE/ASRM 2003) sind der internationale Standard für die PCOS-Diagnose. Erforderlich sind 2 von 3: Zyklusstörung, Hyperandrogenismus (klinisch oder im Labor) und polyzystische Ovarien im Ultraschall.
Was bedeutet Hirsutismus?+
Hirsutismus ist eine vermehrte, männlich-typische Körperbehaarung bei Frauen — z. B. Bart, Brust, Bauch, Rücken. Beurteilt wird er klinisch über den modifizierten Ferriman-Gallwey-Score (Werte ab 8 gelten als auffällig).
Welche Hormonwerte werden bei PCOS geprüft?+
Standardlabor: Testosteron (Gesamt + frei), SHBG, DHEAS, Androstendion, LH, FSH, Östradiol, Prolaktin, TSH, ggf. 17-OH-Progesteron. Stoffwechsel: Nüchterninsulin, HbA1c und ein OGTT zum Ausschluss einer Insulinresistenz.
Kann man mit PCOS schwanger werden?+
Ja — die meisten Frauen mit PCOS können Mutter werden, oft ist aber Unterstützung nötig. Wirksam sind Lebensstil (Gewicht), Metformin, Letrozol oder Clomifen zur Ovulationsinduktion und ggf. assistierte Reproduktion (IVF).
Was hilft bei PCOS?+
Lebensstil hat den größten Effekt: 5–10 % Gewichtsabnahme normalisiert oft den Zyklus und senkt Androgene. Medikamentös: Metformin (Insulinresistenz), kombinierte Pille (Zyklusregulation, Akne, Hirsutismus), Spironolacton (Antiandrogen), Inositol als Nahrungsergänzung.

Vertiefung

PCOS-Symptome erkennen: Rotterdam-Kriterien, Anzeichen und Diagnose

8 min