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Brustkrebs-Risiko-Rechner
Schätze dein 5-Jahres-Brustkrebsrisiko mit einem vereinfachten Gail-Modell.
35–85 Jahre
| Faktor | Effekt auf das Risiko |
|---|---|
| Alter bei der ersten Regelblutung | Frühe Menarche (< 12) erhöht das Risiko um ca. 20 % |
| Verwandte 1. Grades mit Brustkrebs | Eine Verwandte 1. Grades verdoppelt das Risiko in etwa |
| Atypische Hyperplasie bei Biopsie | Atypische Hyperplasie nahezu verdoppelt das Risiko |
| Erste Lebendgeburt | Erste Geburt ≥ 30 oder Nulliparität erhöht das Risiko |
| Aktuelles Alter | Mit dem Alter steigt das Risiko fast linear bis ~75 Jahre |
So funktioniert's
Der Rechner verwendet eine vereinfachte Variante des Gail-Modells (NCI Breast Cancer Risk Assessment Tool). Aus den eingegebenen Risikofaktoren wird ein relatives Risiko berechnet und mit der altersabhängigen Brustkrebs-Inzidenz multipliziert. Eine 5-Jahres-Wahrscheinlichkeit ≥ 1,66 % gilt als erhöht.
Häufige Fragen
Was ist das Gail-Modell?+
Das Gail-Modell (Gail et al. 1989) schätzt das individuelle 5-Jahres- und Lebenszeitrisiko für Brustkrebs anhand mehrerer Risikofaktoren — Alter, Menarche, erste Geburt, Familienanamnese und Biopsien. Es ist die Basis des NCI Breast Cancer Risk Assessment Tools.
Ab welchem Wert gilt mein Risiko als erhöht?+
Bei einem 5-Jahres-Risiko ≥ 1,66 % sprechen Leitlinien (NCI, ASCO) von erhöhtem Risiko. In diesem Fall kann eine engmaschigere Vorsorge oder eine medikamentöse Prävention sinnvoll sein.
Welche Risikofaktoren werden berücksichtigt?+
Aktuelles Alter, Alter bei der ersten Regelblutung, Alter bei der ersten Lebendgeburt oder Nulliparität, Brustbiopsien (mit/ohne atypische Hyperplasie) sowie Brustkrebs bei Verwandten 1. Grades (Mutter, Schwester, Tochter).
Welche Faktoren fehlen?+
Das Gail-Modell unterschätzt das Risiko bei BRCA1/BRCA2-Mutationen, Brustkrebs bei männlichen Verwandten oder Verwandten 2. Grades. Auch Brustdichte, Lebensstil und Hormontherapie sind nicht enthalten.
Wie genau ist die Schätzung?+
Auf Populationsebene gut kalibriert (Costantino 1999, AUC ≈ 0,58–0,65). Für die individuelle Vorhersage bleibt die Aussagekraft begrenzt — nutze den Wert als Ausgangspunkt für ein ärztliches Gespräch, nicht als Diagnose.
Was kann ich bei erhöhtem Risiko tun?+
Bei einem 5-Jahres-Risiko ≥ 1,66 % bieten Brustzentren intensivere Vorsorge an (jährliche Mammographie und/oder MRT). Bei Hochrisiko (z. B. ≥ 3 % über 5 Jahre) kann eine Chemoprävention mit Tamoxifen oder Raloxifen besprochen werden.
Vertiefung
Brustkrebs-Risiko berechnen: Was das Gail-Modell wirklich aussagt
9 min