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Entbindungstermin berechnen: LMP, Empfängnis & IVF erklärt

12. April 2026·8 min Lesezeit

Du bist schwanger — herzlichen Glückwunsch! Eine der ersten Fragen ist: Wann kommt das Baby? Der errechnete Entbindungstermin (ET) gibt dir eine Orientierung für die nächsten 40 Wochen.

In diesem Artikel erfährst du, wie du deinen Geburtstermin nach der letzten Periode, dem Empfängnisdatum oder dem IVF-Transferdatum berechnest — und was die Ergebnisse bedeuten.

Die drei Berechnungsmethoden

Je nach verfügbaren Informationen gibt es drei Methoden zur Berechnung des Geburtstermins. Unser Entbindungstermin-Rechner unterstützt alle drei.

1. Letzte Periode (LMP-Methode)

Die häufigste Methode. Du brauchst den ersten Tag deiner letzten Menstruation und deine Zykluslänge. Die Formel nach Naegele: LMP + 280 Tage (bei 28-Tage-Zyklus). Bei abweichender Zykluslänge wird die Differenz addiert oder subtrahiert.

2. Empfängnisdatum

Wenn du das genaue Empfängnisdatum kennst, ist die Rechnung einfach: Empfängnisdatum + 266 Tage (38 Wochen). Diese Methode ist genauer, weil der Eisprung nicht geschätzt werden muss.

3. IVF-Transferdatum

Bei einer IVF-Behandlung wird der Embryo an einem bekannten Datum transferiert. Da der Embryo beim Transfer bereits 3 oder 5 Tage alt ist, wird die Formel angepasst: Tag-5-Transfer: + 261 Tage — Tag-3-Transfer: + 263 Tage.

Was ist die Naegele-Regel?

Die Naegele-Regel ist die weltweit am häufigsten verwendete Methode. Sie basiert auf dem ersten Tag der letzten Menstruation und einem 28-Tage-Zyklus mit Eisprung an Tag 14.

Naegele-Formel

Erster Tag der letzten Periode + 7 Tage − 3 Monate + 1 Jahr

Entspricht: LMP + 280 Tage (40 Wochen)

Weicht dein Zyklus von 28 Tagen ab, wird der errechnete Termin entsprechend verschoben: Bei einem 30-Tage-Zyklus rückt er 2 Tage nach hinten, bei einem 26-Tage-Zyklus 2 Tage nach vorne.

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Schwangerschaftswochen (SSW) und Trimester

Die Schwangerschaft dauert im Durchschnitt 40 Wochen ab der letzten Periode, unterteilt in drei Trimester:

1. Trimester (SSW 1–12)

Alle Organe werden angelegt. Der Herzschlag ist ab SSW 6 sichtbar. Das Fehlgeburtsrisiko sinkt nach SSW 12 deutlich.

2. Trimester (SSW 13–27)

Das Baby wächst schnell, Bewegungen werden spürbar. In SSW 20 findet der Organultraschall statt. Das Geschlecht ist erkennbar.

3. Trimester (SSW 28–40)

Das Baby reift und nimmt zu. Ab SSW 37 gilt es als reifgeboren. Das Lungengewebe entwickelt sich vollständig.

Wichtige Meilensteine

  • SSW 6: Herzschlag im Ultraschall sichtbar
  • SSW 8–10: Erster Vorsorgebesuch, erste Blutuntersuchungen
  • SSW 12: Ende des kritischen ersten Trimesters
  • SSW 20: Großer Organultraschall (Feindiagnostik)
  • SSW 24: Überlebensfähigkeitsschwelle mit intensivmedizinischer Betreuung
  • SSW 28: Beginn des dritten Trimesters
  • SSW 37: Reifgeboren — Geburt jetzt medizinisch unbedenklich
  • SSW 40: Errechneter Geburtstermin (ET)

Warum der ET nur ein Schätzwert ist

Nur ca. 4 % der Babys kommen genau am errechneten Termin zur Welt. Der Großteil wird in einem Zeitfenster von zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach dem ET geboren. Ursachen der Ungenauigkeit:

  • Der genaue Zeitpunkt des Eisprungs ist selten bekannt
  • Zykluslänge variiert von Frau zu Frau
  • Erste Schwangerschaften dauern im Schnitt etwas länger
  • Genetische und individuelle Faktoren beeinflussen die Dauer
  • Die Naegele-Regel stammt aus dem 19. Jahrhundert und basiert auf Durchschnittswerten

Verwandte Rechner

Weitere nützliche Rechner rund um Fruchtbarkeit und Schwangerschaft:

Fazit

Der errechnete Geburtstermin ist ein wichtiger Anhaltspunkt — kein exaktes Datum. Unser Entbindungstermin-Rechner unterstützt alle drei gängigen Methoden und zeigt dir Trimester, Countdown, Schlüsseltermine und Meilensteine auf einen Blick.