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Schilddrüsen-Rechner

TSH, freies T3 und freies T4 in einen Schilddrüsenbefund einordnen — basierend auf den ATA-Referenzbereichen.

Normalbereich: 0,4 – 4,0 mIU/L

Normalbereich: 0,8 – 1,8 ng/dL

Normalbereich: 2,3 – 4,2 pg/mL

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Referenzbereiche (Erwachsene, ATA-Leitlinien)

MarkerNormalbereichBedeutung
TSH0.4 – 4.0 mIU/LHypophysensignal an die Schilddrüse
Free T40.8 – 1.8 ng/dL (10.3 – 23.2 pmol/L)Hauptspeicherhormon (Vorstufe)
Free T32.3 – 4.2 pg/mL (3.5 – 6.5 pmol/L)Aktive Form, wirkt auf Zellen

So funktioniert's

Der Rechner ordnet TSH, freies T4 und freies T3 anhand der ATA-Referenzbereiche in eines von acht Mustern ein. Das Verhältnis der drei Werte unterscheidet primäre und subklinische Formen von Hyper- und Hypothyreose. Die Hypophyse setzt TSH frei, das die Schilddrüse zur T4- und T3-Bildung anregt — bei Funktionsstörungen sind diese Werte typisch verschoben.

Hinweis: Dieser Rechner ist ein Orientierungs-Tool. Eine Diagnose erfordert immer ärztliche Bewertung mit Anamnese, klinischem Befund und ggf. Antikörpern (TPO-Ak, TRAK) sowie Sonografie.

Häufige Fragen

Was sagt der TSH-Wert aus?+
TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) wird von der Hypophyse gebildet und steuert die Schilddrüse. Ein hoher TSH-Wert deutet auf eine Unterfunktion hin (die Hypophyse ‚ruft lauter‘), ein niedriger Wert auf eine Überfunktion. TSH ist der empfindlichste Einzelmarker.
Was ist der Unterschied zwischen T3 und T4?+
T4 (Thyroxin) ist die Hauptspeicherform — etwa 80 % der Schilddrüsenproduktion. T3 (Trijodthyronin) ist die biologisch aktive Form, die in Geweben aus T4 entsteht. Frei (‚fT4‘, ‚fT3‘) bezeichnet den ungebundenen, wirksamen Anteil.
Was ist eine subklinische Schilddrüsenstörung?+
Bei subklinischer Hypothyreose ist der TSH-Wert erhöht, das freie T4 aber noch normal. Subklinische Hyperthyreose: TSH supprimiert, T4 und T3 normal. Symptome können vorhanden oder fehlend sein.
Welche Symptome deuten auf Schilddrüsenstörungen hin?+
Unterfunktion: Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, Verstopfung, trockene Haut. Überfunktion: Herzrasen, Gewichtsverlust, Hitzewallungen, Nervosität, Schlafstörungen. Hashimoto und Morbus Basedow sind die häufigsten Autoimmun-Ursachen.
Wie oft sollten die Werte kontrolliert werden?+
Bei normaler Funktion alle 1–2 Jahre, bei Levothyroxin-Therapie alle 6–12 Monate, bei subklinischen Befunden nach 4–8 Wochen. Schwangere mit Hypothyreose: alle 4–6 Wochen.
Beeinflussen Medikamente die Schilddrüsenwerte?+
Ja. Biotin (Hochdosis), Lithium, Amiodaron, Östrogen und Glukokortikoide können die Werte verfälschen. Biotin sollte 48 Stunden vor dem Bluttest pausiert werden.
Was ist Hashimoto-Thyreoiditis?+
Die häufigste Ursache der Hypothyreose: eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift. Diagnose über TPO-Antikörper. Behandlung mit Levothyroxin, sobald TSH dauerhaft erhöht ist.

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