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Hepatitis-Risiko-Rechner

Schätze dein Risiko für eine Hepatitis-B- oder -C-Infektion aus 13 typischen Expositionsfaktoren — basierend auf CDC- und WHO-Screening-Empfehlungen.

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Dein Hepatitis-Risiko

Kein Risiko

Risiko-Score

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Schweregrad

Kein Risiko

Keine bekannten Risikofaktoren. Eine Routine-Hepatitis-Untersuchung ist nicht zwingend nötig — sprich beim Hausarzt aber bei unklaren Beschwerden.

Risiko-Bänder & Empfehlungen

SchweregradScoreEmpfehlung
Kein Risiko0Keine routinemäßige Testung nötig
Niedrig1–3Einmalige Testung sinnvoll
Moderat4–7Zeitnahe Serologie + ggf. PCR
Hoch≥ 8Sofortige Diagnostik & Beratung

So funktioniert's

Der Rechner gewichtet 13 von CDC und WHO empfohlene Screening-Faktoren. Intravenöser Drogenkonsum (4 Punkte) hat das höchste Einzelgewicht, da er der wichtigste HCV-Übertragungsweg ist. Bluttransfusionen vor 1992 (3) und perinatale Übertragung (3) wiegen ebenfalls schwer. Eine vollständige HBV-Impfung subtrahiert 2 Punkte vom Score (mindestens 0), da sie HBV-Infektionen verhindert — HCV bleibt jedoch unabhängig davon möglich. Score-Bänder: 0 keine, 1–3 niedrig, 4–7 moderat, ≥ 8 hoch.

Dieser Rechner dient zur Selbsteinschätzung und ersetzt keine ärztliche Diagnostik. Eine sichere Diagnose ist nur über Bluttests möglich (HBsAg, Anti-HBc, Anti-HCV). Bei akuter Exposition mit infiziertem Material — z. B. Nadelstich, sexueller Kontakt mit nachgewiesenem Träger — sofort die Notaufnahme oder den ärztlichen Notdienst aufsuchen, da eine Postexpositionsprophylaxe nur innerhalb der ersten 72 Stunden wirksam ist.

Häufige Fragen

Was ist Hepatitis B und C?+
Hepatitis B (HBV) und Hepatitis C (HCV) sind virale Leberentzündungen. HBV wird vor allem sexuell und perinatal übertragen, HCV überwiegend durch Blut. Beide können chronisch verlaufen und langfristig zu Leberzirrhose oder Leberkrebs führen.
Wie wird Hepatitis übertragen?+
HBV: ungeschützter Geschlechtsverkehr, Mutter-Kind-Übertragung, Nadelstiche, geteilte Spritzen. HCV: vor allem geteilte Spritzen, unsteril gestochene Tattoos, Bluttransfusionen vor 1992, seltener sexuell. HAV (Hepatitis A) wird hingegen fäkal-oral via verseuchte Lebensmittel übertragen — und ist durch unseren Rechner nicht abgedeckt.
Wer sollte sich auf Hepatitis testen lassen?+
CDC und WHO empfehlen ein einmaliges HCV-Screening für alle Erwachsenen ≥ 18 Jahre und ein HBV-Screening bei jedem Risikofaktor. Schwangere werden in Deutschland routinemäßig auf HBsAg getestet. Bei Personen mit erhöhten Leberwerten ist immer eine Hepatitis-Diagnostik angezeigt.
Welche Tests werden gemacht?+
Für HBV: HBsAg (akute oder chronische Infektion), Anti-HBc (durchgemachte Infektion), Anti-HBs (Impfschutz). Für HCV: Anti-HCV-Antikörper (Screening), bei positivem Ergebnis HCV-RNA-PCR zur Bestätigung einer aktiven Infektion. Plus ALT/AST als Marker für Leberentzündung.
Ist Hepatitis heilbar?+
Hepatitis C ist seit 2014 durch direkt wirksame Antivirale (DAA) in über 95 % der Fälle in 8–12 Wochen heilbar. Hepatitis B ist meist nicht heilbar, aber mit Tenofovir oder Entecavir gut kontrollierbar; eine akute HBV bei Erwachsenen heilt in 90–95 % spontan aus.
Wie kann ich mich schützen?+
HBV: Impfung mit drei Dosen schützt langfristig (in Deutschland Standardimpfung ab Geburt seit 1995). Sicherer Sex, keine geteilten Nadeln, sterile Tätowierung. HCV: Es gibt keinen Impfstoff — daher konsequent Risikoexposition vermeiden, vor allem keine geteilten Spritzen oder Schnupfröhrchen.

Vertiefung

Hepatitis-Risiko berechnen: Hepatitis B und C aus Expositionsfaktoren erkennen

9 min